Die Fotoarbeiten Dietmar Paetzolds setzen sich auseinander mit der Diskrepanz zwischen den realen Dingen unserer Umgebung und dem Schein, den unsere flüchtige und oberflächliche Wahrnehmung uns übermittelt. Sie beschränken sich nicht auf die bloße Wiedergabe von Gesehenem, vermitteln kein Abbild der Realität, sondern sie versuchen einen Eindruck zu geben von unserer Sicht auf die Wirklichkeit, auf die Art und Weise, wie wir die Dinge wahrnehmen. Dabei geht es aber nicht darum, den flüchtigen Augenblick zu bewahren und ins Bewusstsein zu rücken. Vielmehr wird das Flüchtige, das Momenthafte selbst zum Bildinhalt und somit zum Zeugnis der Schnelllebigkeit und Rasanz unserer Zeit.